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Your Digital Self

Die nächste Phase von Your Digital Self

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Liebe Your Digital Self-Gemeinschaft,

wir freuen uns, Euch die nächste Phase von Your Digital Self vorstellen zu können!

Table of Contents

Was geschah nach “Your Digital Profile”?

“Your Digital Profile” hat uns einen einzigartigen Einblick verschafft. Ja, wir alle haben erfahren, welche Daten Deutschlands größtes Datenanreicherungsunternehmen über uns und über mehr als 70 Millionen Einwohner:innen sammelt, aber wir haben noch etwas anderes erfahren, das unsere Sicht auf den Zustand der persönlichen Daten weltweit dramatisch verändert hat.

Wir erreichten unser Ziel und sammelten 10.000 € für “Your Digital Profile”, und viele Unterstützer:innen fügten ihrer Zusage noch beträchtliche Spenden hinzu – die Leute interessierten sich!

Und dann geschah etwas Interessantes: Weniger als die Hälfte der Unterstützer:innen ging online, um den Prozess abzuschließen, und von diesen meldete sich wiederum nur die Hälfte überhaupt an, um sich ihre Auswertung  anzusehen.

Wir mussten ein wenig darüber nachdenken, aber langsam zeichnete sich ein Bild ab, das wir überall um uns herum bestätigt sahen: Wir machen uns Gedanken über das Thema “personenbezogene Daten” und erkennen , dass etwas nicht stimmt, aber wir persönlich ergreifen keine Maßnahmen, um unser Online-Verhalten zu ändern.

Warum erkennen wir, dass es nicht richtig läuft, machen aber weiter, ohne etwas zu ändern?

Diese Frage hat uns nicht mehr losgelassen, weil wir immer wieder feststellen mussten, dass sie grundsätzlich  Veränderungen überall im Wege steht.

Projekte, die versuchen, die Bedingungen für Verbraucher:innen und ihre Daten besser zu machen, neigen zum Scheitern; erstaunliche technische Bemühungen und Forschungen haben es schwer, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zu erregen, und dennoch fühlt es sich so an, als würdejede zweite Hollywood-Produktion Witze über “Technologieunternehmen besitzen all unsere Daten” machen, was immer wieder zu mehr als nur einer kleinen Anzahl von Likes auf Facebook führt.

Die Ergebnisse, die wir gefunden haben, sind konfrontativ und hart zu hören. Aber bleib’  uns treu, wir haben einen Plan.

Zuerst der einfache Teil: Wir sind bequem

Das Internet bietet uns eine Reihe von Annehmlichkeiten. Schnelle Kommunikation mit unseren Freunden, ablenkende Bilder, einfache Navigation oder eine simple Möglichkeit, Tickets zu kaufen. Wir wissen, dass diese Dinge mit den Daten verknüpft sind, die wir im Austausch für diese Annehmlichkeiten zur Verfügung stellen. Wir ahnen oder wissen sogar, dass das Geschäft nicht fair ist, aber wir wollen unseren Komfort nicht aufgeben, also graben wir nicht zu tief. Und warum sollten wir auch?!

Zweitens: Das Problem ist zu groß

Das Internet ist zwar ein täglicher Begleiter, aber wie es tatsächlich funktioniert, ist für die meisten Menschen ein Rätsel. Was wir wissen, ist, dass Teile davon von Unternehmen und Institutionen mit beeindruckendem Reichtum und Einfluss kontrolliert werden. Diese Unternehmen machen es uns zwar leicht, das Internet zu nutzen, aber sie diktieren auch, was wir sehen, hören oder lesen. Es scheint, dass sich sehr viel ändern muss, damit wir die Autonomie über unsere digitale Identität erlangen können!

Es ist verständlich, dass man sich angesichts dieser Umstände machtlos fühlt.

Drittens: Wir sind verletzt und haben das Vertrauen verloren

Unser digitales Selbst befindet sich in einer Beziehung, in der wir das Gefühl haben, dass etwas nicht stimmt, aber wir wissen nicht, wie wir da herauskommen können. Wir wissen, dass wir nicht sicher sind: Wir sind oft genug mit den Schlagzeilen über Millionen von geleakten Konten und Profilen konfrontiert worden. Wir wissen um die Gefahren des Datendiebstahls. Man hat uns von Micro-Targeting und Massenmanipulationen erzählt und wir sind jedes Mal schockiert über die Dokumentationen.

Und während ich dies schreibe, verabrede ich mich mit meinen Freunden zu einem Treffen über einen gemeinsamen Messenger-Dienst, von dem ich weiß, dass er nicht sicher ist.

Ich überlasse es Dir, darüber nachzudenken und zu entscheiden, wie viel davon auf Dich persönlich zutrifft. Von nun an geht es aufwärts: Wir suchen schließlich nach Lösungen!

Digitale Würde

“Der Wert unserer digitalen Identitäten ist weitaus größer als das Geld, das damit verdient wird”.

Jetzt, wo das Internet in unserem täglichen Leben so alltäglich ist, müssen wir erkennen, dass die Online-Welt genauso Teil unserer Lebenserfahrung ist wie die analoge Welt. Daraus ergeben sich zwei sehr wichtige Konsequenzen, die wir ziehen müssen:

  1. Die Summe unserer persönlichen Daten ist eine vollständige Erinnerung an unsere Online-Erfahrungen: Sie ist unsere digitale Identität.
  2. Unserer digitalen Identität steht dasselbe unveräußerliche Recht zu, das uns allen als Mitgliedern der menschlichen Familie zusteht: Würde*. Digitale Würde ist die Souveränität über unsere Digitale Identität (* Allgemeine Erklärung der Menschenrechte)

Um Würde in unserer Online-Welt zu erlangen, müssen wir diese 3 Dinge nacheinander erreichen.

Einsicht, Souveränität und eine Möglichkeit, sinnvolle Verbindungen zwischen unseren digitalen Identitäten herzustellen.

Einsicht

Wir brauchen einfache Möglichkeiten, um einen vollständigen Überblick darüber zu erhalten, welche Informationen über uns verfügbar sind, entweder als Einzelperson oder als Teil einer Gruppe. Wir müssen wissen, wer über diese Informationen verfügt und was er von Rechts wegen damit tun kann.

Souveränität

Wir brauchen nicht-invasive, benutzerfreundliche Werkzeuge, um unsere zersplitterten digitalen Identitäten zu verwalten. In vielen Ländern brauchen wir immer noch eine sichere Rechtsstruktur, die unser Eigentum an digitalen Identitäten schützt.

Vernetzung

Als Individuen wachsen wir durch unsere sinnvollen Verbindungen. Erlaube Deinem digitalen Selbst, das Gleiche zu tun. Auf Zugangsrechten basierende Vernetzungen zwischen digitalen Identitäten werden das Leben der Menschen radikal verbessern, damit sie sich wohlfühlen, etwas teilen, lernen, Geld verdienen und einen Beitrag zur Gesellschaft leisten können.

Your Digital Self

Das Ziel von Your Digital Self ist es nun, “Digitale Würde” (Digital Dignity) in die öffentliche Diskussion einzubringen und praktikable Modelle für Unternehmen zu entwickeln, um Digital Dignity für ihre Kunden zu erreichen.

Aber noch wichtiger ist, dass wir eine Reihe von Werkzeugen entwickeln, die Dir helfen können, ein Maß an Würde zu erreichen, mit dem Du dich wohlfühlst. Würde hat keine einheitliche Form, daher werden nicht alle Tools für Dich von Interesse sein, aber wir sind bestrebt, ein Toolkit mit Optionen für jede:n zu entwickeln. Wir sind ebenfalls der Meinung, dass Digital Dignity für jeden zugänglich sein sollte und planen, alle Tools und Informationen nach dem Konzept “Choose what you pay” “Wähle, was Du bezahlst” anzubieten.

Wir stellen vor: Persona

Persona maskiert Deine private E-Mail bei Online-Registrierungen, sagt Dir , wer Deine Daten weitergegeben hat und erhöht Deine Online-Sicherheit.

Erfahre hier mehr über unser erstes Tool: https://your-digital-self.com/persona/

Da wir alle Tools und Informationen gegen einen freiwilligen Beitrag zur Verfügung stellen wollen, freuen wir uns über jede Unterstützung, die Du uns geben kannst , während wir an der nächsten Entwicklung oder Veröffentlichung arbeiten. Besuche https://your-digital-self.com, um die Charta zu unterzeichnen, schaue  Dir die Optionen an, wenn Du der Sache beitreten willst oder zeige Deine Wertschätzung durch eine Spende.


Header Photo von Jukan Tateisi on Unsplash

Michiel Top
Michiel Top
While working on strategic positioning, marketing and sales programs for various companies, I was shocked again and again by how easily accessible private information actually is. Around 2017, when I was designing an online customer management system, it occurred to me how we could turn the tables. Then in mid-2020, when my own GDPR application to a well-known data enrichment company failed, I knew something had to be done.

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